• Narrow screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Wide screen resolution
Mark12-29.PNG
Startseite - Hauptartikel - Wer ist Jesus Christus?
Wer ist Jesus Christus?

Das ist wohl die entscheidende Frage in der gesamten Thematik, die Frage, über die am häufigsten gesprochen wird und zu der es die meisten Bücher und Artikel gibt. Es geht in diesen Aufsätzen und Veröffentlichungen meist darum, zu belegen, dass Jesus Christus Gott ist, und dabei ersetzt Jesus dann stillschweigend seinen Vater. Oder aber man gelangt ohne es zu bemerken zu dem Ergebnis, dass der Vater Gott ist und Jesus Christus auch Gott ist. Somit hat man zwei Götter. Da dies aber nach Ansicht der meisten und durch eindeutige Bibelstellen ausgeschlossen ist, flüchtet man sich in die Behauptung, das alles sei ein großes Geheimnis.

Die Frage: "Wer ist Jesus Christus?" ist so wichtig, dass Jesus sie einst selbst gestellt hat, und die Antwort darauf so bedeutungsvoll, dass Gott sie selbst geoffenbart hat: Jesus ist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes (Mt. 16,16).

Dass Jesus der Sohn Gottes ist, dem würden wohl alle Christen ohne zu zögern zustimmen, nur beim tieferen Nachfragen merkt man, dass das Verständnis von "Sohn" sehr unterschiedlich sein kann.

Dass Jesus der Christus Gottes ist, ist dagegen für sehr viele Christen nach meiner Erfahrung leider völlig unverständlich, auch dann, wenn sie schon viele Jahrzehnte in evangelikalen Gemeinden beheimatet sind. Die Worte "Jesus Christus" werden gebraucht wie etwa Simon Petrus, Johannes Markus, Maria Magdalena und andere Doppelnamen oder Namenszusätze. "Christus" wird von einigen mit dem Kreuz in Verbindung gebracht, für andere bedeutet es Retter, manche sehen darin einen göttlichen Titel und Ähnliches. Nur sehr wenige können auf Anhieb sagen, dass Christus "der Gesalbte" bedeutet, dasselbe wie Messias.

Johannes schreibt am Schluss seines Evangeliums, dass er alle Zeichen nur zu dem Zweck aufgeschrieben hat ... damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist … (Joh 20,31). Dies war auch die Lehre der Apostel über den Herrn Jesus: Sie hörten trotz Schlägen nicht auf ... Jesus als den Christus zu verkündigen (Apg 5,42).

Es passt aber in weiten Teilen nicht mit der Trinitätslehre zusammen, dass Jesus der Gesalbte Gottes ist, ebenso wenig, dass er von Gott auferweckt wurde. Denn wenn Jesus Gott ist, wie kann er dann von Gott gesalbt worden sein? Und wenn Jesus Gott ist, wie kann er dann von Gott auferweckt worden sein? Vielleicht ist das der Grund, warum zwar von Jesus Christus gepredigt wird, nicht aber, dass Jesus der Christus ist.

Man kann auch in vielen Predigten hören, dass Jesus Christus auferstanden sei, leibhaftig auferstanden, was auch der Wahrheit entspricht. Allerdings ist so gut wie nie in diesen Predigten ausdrücklich zu hören, dass Jesus von Gott auferweckt wurde. Liegt auch dies daran, dass diese klare Aussage der Bibel sich nicht mit der Trinitätslehre vereinbaren lässt? Wenn Jesus Christus Gott ist, dann kann er schwerlich von Gott auferweckt worden sein, denn damit wäre von einem gestorbenen Gott die Rede, der von einem weiteren Gott auferweckt wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass dies der Grund ist, warum nicht darüber gepredigt wird, dass Jesus von Gott auferweckt wurde. Allerdings gehört es nach den Worten der Bibel zu den heilsnotwendigen Inhalten des Glaubens, dass Jesus von Gott auferweckt wurde (siehe auch "Auferstanden oder Auferweckt"):

Röm 10,9 Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet werden.


Gott oder Herr?
Die Bibel unterscheidet im Neuen Testament sehr oft zwischen "Gott" und "Herr", doch leider folgen so viele Bibelleser und Ausleger dieser Unterscheidung nicht. Dadurch entstehen wiederum falsche Behauptungen. So kann man oft hören, das griechische Wort für "Herr", nämlich Kyrios, sei ein göttlicher Titel. Und in der Tat wird Kyrios im Neuen Testament oft für Gott gebraucht, ebenso für den Herrn Jesus Christus. Übersehen oder unterschlagen wird hingegen meist, dass Kyrios ebenso für andere Menschen verwendet wird.

  • So wird in dem Gleichnis Jesu vom untreuen Verwalter von dessen Herrn (Kyrios) geredet in Lk 16,5
  • Philippus wird Herr (Kyrios) genannt in Joh 12,21
  • Der Kerkermeister sagte zu Paulus und Silas: Ihr Herren (Kyrioi), was muss ich tun, dass ich errettet werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn (Kyrios) Jesus Christus, so wirst du gerettet werden, du und dein Haus (Apg 16,30-31)
  • Petrus schreibt, dass Sarah ihren Mann Abraham Herr (Kyrios) nannte (1.Pet 3,6)
  • Einer der Ältesten in Off 7,14 wird von Johannes mit Herr (Kyrios) angesprochen (und andere Stellen)

Somit dürfte klar sein, dass das Wort Kyrios nicht per se ein göttlicher Titel ist, gleichwohl aber auch treffend für Gott verwendet werden kann, da er der Herrscher ist, der Herr über alle diejenigen, die in irgend einer Weise herrschen. Sei es über Jesus Christus, über Könige, Fürsten, Obrigkeiten, Präsidenten, Regierungsbeamte, Bürgermeister, Vorgesetzte, Familienoberhäupter usw. Jeder der hier Genannten hat einen Bereich, über den er herrscht, den er verwaltet oder zu versorgen hat. Aber alle haben wiederum einen Herrn über sich, jemanden, dem sie verantwortlich sind. Paulus schreibt in 1.Kor 11,3:

Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott.

Hier ist von eindeutigen Hierarchien die Rede. Und es steht dabei geschrieben: Ich will, dass ihr das wisst. Nicht eine vage Vermutung oder eine geheimnisvolle Beziehung. Nein, Wissen ist hier gefordert und ausgesagt: Gott ist das Haupt des Christus!

"Herr" wird im deutschsprachigen Raum natürlich auch ohne die Bedeutung des Herrschens gebraucht, etwa in der allgemeinen Anrede: Herr Meier, Herr Schmidt usw.

Eine weitere Unsicherheit kommt vermutlich daher, dass es im Neuen Testament keine Unterscheidung in der Schreibweise von "Herr" gibt, wie wir sie in guten Übersetzungen des Alten Testamentes finden. Als Beispiel sei Psalm 110,1 genannt. Dieser Vers wird im NT so oft wie kein anderer Vers des AT zitiert. Er lautete ursprünglich:

Ein Psalm von David: JHWH sprach zu meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner Füße

Im Laufe der Zeit wurde der Name Gottes (JHWH) durch Umschreibungen ersetzt aus Furcht davor, ihn zu missbrauchen, wovor z.B. im zweiten der zehn Gebote gewarnt wird. Im Hebräischen wurde Adonai anstelle des Namens Gottes, JHWH, eingesetzt, was in vielen deutschen Übersetzungen mit HERR (Großbuchstaben) wiedergegeben wird. Daneben gibt es das ähnlich geschriebene Wort Adoni, welches in den Übersetzungen als Herr erscheint. Im Griechischen wird im AT und im NT durchweg Kyrios geschrieben. So veränderte sich der oben genannte Vers zwar nicht inhaltlich, aber in der Schreibweise ungefähr folgendermaßen (ich zitiere nur den ersten Teil):

  • JHWH sprach zu meinem Adoni…
  • Adonai sprach zu meinem Adoni… (natürlich alles hebräisch)
  • Der HERR sprach zu meinem Herrn…
  • Der Herr sprach zu meinem Herrn…

Die letzte Version (und ohne Hervorhebung) ist das, was uns im gesamten NT begegnet.

Daran wird deutlich, dass eine Unterscheidung der beiden hier genannten "Herren" kaum noch möglich ist, es sei denn, man kennt diese Entwicklung des hebräischen Sprachgebrauchs und der Übersetzungen. Dann allerdings passt das konfliktfrei zu den Versen im Neuen Testament, die davon reden, dass Gott seinem geliebten Sohn Jesus Christus alles unter die Füße legt und dieser nun zur Rechten Gottes sitzt, dabei aber weiterhin seinem Gott und Vater untergeordnet bleibt.

Dann wird auch schlüssig, dass geschrieben steht, woher der Herr Jesus das "Herr-sein" und das "Christus-sein" hatte, denn er hat es keineswegs aus sich selbst:

Apg 2,36 Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.

Jesus Christus ersetzt nicht seinen Vater, es steht auch nirgends geschrieben, dass er nun zur Rechten des Vaters sitzt, sondern zur Rechten Gottes. Der Unterschied mag klein erscheinen, aber dass Jesus nach allen relevanten Bibelstellen zur Rechten Gottes sitzt, schließt unmissverständlich aus, dass er selbst dieser Gott ist, der auf dem Thron sitzt. Er ist "nur" sein Bevollmächtigter in allen Belangen im Himmel und auf der Erde.

Die Bibel sagt noch sehr viel mehr über Jesus, den Christus Gottes. Nicht nur im Neuen Testament findet Jesus, der Gesalbte Gottes, in Lehre und Verkündigung einen weiten Raum, sondern auch schon im Alten Testament, dem ersten Bund, wurde ausdrücklich auf den Gesalbten hingewiesen, der einmal kommen sollte. Angefangen nach dem Sündenfall, als Gott versprach, dass der Nachkomme der Frau der Schlange den Kopf zertreten würde. Er sollte ein Prophet wie Mose sein, den der HERR dem Volk Israel aus der Mitte ihrer Brüder erwecken werden würde. Gott sprach zu Mose:

5.Mo 18,18 Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde.

Genau das hat der Herr Jesus bestätigt, indem er sagte:

Joh 14,49-50 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll; und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Was ich nun rede, rede ich so, wie mir der Vater gesagt hat.

Das biblische Zeugnis ist leicht verständlich. Die Schwierigkeiten in der Frage nach der Beziehung zwischen Gott und Jesus rühren meines Erachtens hauptsächlich vom unbiblischen Dogma der Dreieinigkeit, der Trinitätslehre, her. Anstatt Fragen wirklich zu beantworten, wurden in sich widersprüchliche Behauptungen aufgestellt, die nur noch mehr Fragen aufwerfen.

Der Herr Jesus erhält in der Bibel noch weitaus mehr Bezeichnungen und Titel, auf die ich hier nun nicht ausführlich eingehen, sondern nur einige davon nennen will mit jeweils einem Bibelvers dazu:

Der Knecht Gottes

Apg 3,13 Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr überliefert und vor Pilatus verleugnet habt, als dieser entschieden hatte, ihn loszugeben.

Das Lamm Gottes

Joh 1,29 Am folgenden Tag sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!

Der Nachkomme Abrahams, dem die Verheißung galt

Gal 3,16 Dem Abraham aber wurden die Verheißungen zugesagt und seiner Nachkommenschaft. Er spricht nicht: "und seinen Nachkommen", wie bei vielen, sondern wie bei einem: "und deinem Nachkommen", und der ist Christus.

Hohepriester in Ewigkeit

Heb 7,24-25 dieser aber, weil er in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderliches Priestertum. Daher kann er die auch völlig retten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er immer lebt, um sich für sie zu verwenden

Der einzige Weg zum Vater

Joh 14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Der Bürge des neuen Bundes

Heb 7,22 so ist Jesus auch eines besseren Bundes Bürge geworden.

Der Sohn Davids

Apg 13,23 Aus Davids Nachkommenschaft hat Gott nach Verheißung dem Israel als Retter Jesus gebracht,

Der Herr aller Herren

Dan 7,13-15 Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum so, dass es nicht zerstört wird.

Der Richter

Apg 17,31 Gott hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und er hat allen dadurch den Beweis gegeben, dass er ihn auferweckt hat aus den Toten.

Der Erbe

Heb 1,2a Gott hat am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat

Der Löwe aus dem Stamm Juda

Off 5,5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, um das Buch und seine sieben Siegel zu öffnen.

Der erstgeborene aus den Toten

Kol 1,18 Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe;

Der Heiland (=Retter) der Welt

1.Joh 4,14 Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter (Heiland) der Welt.

Der Mittler des neuen Bundes

Heb 9,15 Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen.

Der Mensch, durch den die Auferstehung kam

1.Kor 15,21 denn da ja durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.

Die Sühnung für unsere Sünden

1.Joh 4,10 Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden.

Alles, was Jesus Christus hat und ist, hat er von seinem Gott und Vater erhalten: Bevollmächtigung, Priestertum, Herrschaft, Sohnschaft, Erbe; auch den Namen, der über alle Namen ist (Phil 2,9)

 

Jesus Christus ist nicht Gott, obwohl er an einigen Stellen so genannt wurde, z.B. in Heb 1,8. Gleich der nächste Vers zeigt aber auf, dass Jesus niemals Gott im absoluten Sinn ist, denn da ist von seinem Gott die Rede:

Heb 1,8-9 von dem Sohn (sagt Gott) "Dein Thron, o Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches; du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten."

Auch Mose wurde Gott genannt in 2.Mo 4,16:

Aaron aber soll für dich (Mose) zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird für dich zum Mund sein, und du wirst für ihn zum Gott (Elohim) sein.

und noch einmal in 2.Mo 7,1:

Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich für den Pharao zum Gott (Elohim) eingesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.

So steht geschrieben, dass eher Himmel und Erde vergehen, als das kleinste Strichlein vom Gesetz des Mose (Mt 5,18; Lk 16,17). Auch vergehen eher Himmel und Erde, als eines der Worte Jesu (Mt 24,35; Lk 21,33). Und das deshalb, weil beide im Auftrag und in der Autorität Gottes geredet und gehandelt haben. Gott hat ihren jeweiligen Dienst bestätigt, indem er durch Mose die Zeichen und Wunder an Ägypten tat, das Rote Meer teilte und vieles mehr. Gott hat den Dienst des Herrn Jesus ebenso bestätigt, indem er durch ihn viele Wunder und Zeichen wirkte. Diese Bestätigung wird beispielsweise in folgenden Bibelstellen deutlich:

Joh 3,2 Dieser (Nikodemus) kam zu ihm (Jesus) bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.

Apg 10,38 Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit Heiligem Geist und mit Kraft gesalbt hat, der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm.

Oft wird behauptet, dass die Zeichen und Wunder, welche der Herr Jesus tat, ein Beweis dafür seien, dass er Gott ist, denn – so sagt man – nur Gott könne solche Zeichen und Wunder tun. Nun, es gibt keine Bibelstelle, die das bestätigt. Dies entspringt allenfalls menschlicher Logik bzw. einem Wunschdenken. Die beiden o.g. Verse zeigen auf, dass genau diese Zeichen und Wunder ein Beleg dafür sind, dass Gott mit dem Herrn Jesus war.

Auch die Apostel taten Zeichen und Wunder, und auch deren Wort und Lehre sollte dadurch bestätigt, beglaubigt werden, wie geschrieben steht:

Apg 14,3 Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände.

Heb 2,3-4 Sie (die Botschaft der Rettung) ist ja, nachdem sie ihren Anfang damit genommen hatte, dass sie durch den Herrn verkündet wurde, uns gegenüber von denen bestätigt worden, die es gehört haben, wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.

 

An dieser Stelle möchte ich erneut daran erinnern, dass der Herr Jesus sagte, er könne nichts von sich selbst aus tun, sondern er war völlig abhängig von seinem Vater (Joh 5,30). Bei der Auferweckung des Lazarus wird diese Abhängigkeit deutlich wie sonst kaum. Dort sehen wir, wie der Herr Jesus den Vater bittet und ihm auch dankt, dass er ihn erhört habe. Das alles zu dem Zweck, dass die Volksmenge glauben sollte, dass Jesus vom Vater gesandt war.

Joh 11,42 Ich aber wusste, dass du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.

Und als Ergänzung finden wir in Heb 5,7:

Der (Jesus Christus) hat in den Tagen seines Fleisches sowohl Bitten als auch Flehen mit starkem Geschrei und Tränen dem dargebracht, der ihn aus dem Tod retten kann, und ist um seiner Gottesfurcht willen erhört worden,

Wie kommen Gläubige nur darauf, dass die Zeichen und Wunder ein Beweis dafür seien, dass Jesus Gott ist? Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass die Heilige Schrift auch hierin für jedermann verständlich redet. Gott sei der Dank für sein klares Wort. Das Lebensbrot.

 

Wer ist Jesus Christus?
Das ist in der Tat die entscheidende Frage.

Jesus ist der Christus Gottes, der Gesalbte, der Bevollmächtigte. Diese Erkenntnis ist die Grundlage, der Fels, auf dem die Gemeinde stehen soll (Mt 16,16; Joh 20,30-31; 1.Kor 3,11). Doch wie erschreckend weit hat sie sich davon entfernt, indem Jesus Christus durch die Konzile des vierten Jahrhunderts und bis heute zu einem zweiten Gott neben seinem Vater oder sogar an die Stelle seines Vaters erhoben wurde und wird.

Als Nachfolger Jesu bezeichnet man solche, die dem Herrn Jesus nachfolgen, gerade auch in dem, was er glaubte.

Er sagte, dass der Vater allein der wahre Gott ist. (Joh 17,3)


Darf ich persönlich werden: Sind Sie in diesem Sinn ein Nachfolger des Herrn Jesus Christus?

 

 

Empfehlungen

Die Bibel online bei
bibelserver.de

Die Trinitätslehre - Was ist das überhaupt?

Wer ist der wahre Gott?

Wer ist Jesus Christus?

Kommentierte Artikel aus Mitternachtsruf Januar 13

E-M Borst: Dreieinigkeit kommentiert

Michael Kotsch: Jesus, der ewige Gott mit Anmerkungen

K-H Vanheiden: Das Geheimnis der Trinität mit Anmerkungen

Johannes Pflaum: Ist Jesus Christus Gott? mit Anmerkungen

Roger Liebi: Was Christen glauben sollen mit Anmerkungen

Ist Gott einer, zwei oder drei? (Bibelstellen)

 

Buchempfehlung

Bibel 200

 

 

 
Die Bibel
- das Buch der Bücher
mehr Infos

 

Joel Hemphill: Ehre sei Gott in der Höhe

Joel Hemphill:
Ehre sei Gott in der Höhe
- Der Einfluss der griechischen Philosophie auf die christliche Lehre
mehr Infos

 

Joel Hemphill: Gott Sei Die Ehre

Joel Hemphill:
Gott sei die Ehre
- Die biblische Sicht von Gott -
mehr Infos

 

A. Buzzard: Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes

 

 

 


Anthony Buzzard:
Die Lehre von der Dreieinigkeit Gottes
- Die selbst zugefügte Wunde der Christenheit
mehr Infos