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Und Gott sprach: Laßt uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht! Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 1.Mose 1,26-27
In diesem "uns" am Anfang des Textes sehen viele Trinitarier einen Hinweis darauf, dass Gott aus drei Personen besteht, recht häufig wird diese Stelle auch als ein "innertrinitarischer Dialog" bezeichnet. Es müssen tatsächlich mindestens zwei weitere Wesen oder Personen bei dem anwesend gewesen sein, der gesprochen hat, denn wäre es nur eine weitere Person gewesen, so würde es heißen „Lass uns…“. Zu wem also hat Gott gesprochen? Die Bibel gibt darauf schlicht keine Antwort. Und wenn die Bibel die Antwort darauf offen lässt, können wir es auch tun. In den folgenden Kapiteln der Bibel werden z.B. Cherubim und Engel erwähnt, aber über deren Herkunft erfahren wir ebenfalls nichts. Waren sie bei der Erschaffung der Menschen schon anwesend und hat Gott zu ihnen geredet? Möglicherweise ja, aber wir wissen es nicht.
Wenn dieses „uns“ auf mehrere Personen Gottes hinweist, dann müsste immer in der Mehrzahl von Gott gesprochen werden, denn er ändert sich nicht. Sehr oft wird als weiterer Beweis die Bedeutung des Wortes „Elohim“ genannt, Elohim bedeutet Gott in der Mehrzahl, also „Götter“ (um nun „Götter“ zu umgehen redet man lieber von „Gottheiten“ oder „Gotte“, wie Herbert Jantzen in seiner Predigt über die TL es tut). Auf „Elohim“ gehe ich an anderer Stelle näher ein. Wenn dieses „uns“ auf mehrere Personen Gottes hinweist, dann müsste auch das begleitende Verb entsprechend lauten. Das würde dann ungefähr so aussehen: - Am Anfang schufen Götter die Himmel und die Erde… (1Mo 1,1) - Und Götter sprachen: Lasst uns Menschen machen… (1Mo 1,26) - Wir sind die Herren, deine Götter … Du sollst keine anderen Götter neben uns haben (2Mo 20,1ff) - Höre, Israel, die HERREN, unsere Götter, die HERREN sind drei (4Mo 6,4) Das ist aber geradezu Gotteslästerung, deshalb nenne ich hier auch nicht den Eigennamen Gottes, denn der ist heilig. Die Behauptung/Auslegung, dass Gott drei ist/sind, wie die Trinitätslehre dies tut, macht ihn zum Lügner, verdreht Gottes eigenes Reden ins Gegenteil. Der Name Gottes bedeutet „Ich bin“ und eben nicht „wir sind“. Es entspricht auch nicht der Furcht des Namens Gottes, wenn man aus dem „Ich bin“ ein „Wir sind“ macht. Gott verheißt: Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen… (Mal. 3,20)
Es gibt noch mehr Stellen mit dem „uns“ im Zusammenhang mit Gott: In Anbetracht des Turmbaus zu Babel sprach Gott: Wohlan, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren (1Mo 11,7) Auch bei Jesaja findet sich eine solche Stelle: Und ich hörte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, und wer wird für uns gehen? (Jes 6,8) Das ist jeweils kein „innertrinitarischer Dialog“ sondern Ausdruck davon, dass Gott zwar Einer ist, aber dass er nicht allein ist im Himmel. Gott hat allen Menschen ihre Sprache gegeben, er weiß sie auch selbst richtig anzuwenden.
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