Die Trinitätslehre

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Göttliches Geheimnis
   oder
menschliches Konstrukt?


Auf dieser Website geht es um die Trinitätslehre, auch Dreieinigkeitslehre oder Dreifaltigkeitslehre genannt. (was ist das überhaupt?)

Die Begriffe Trinität, Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit werden von unseren Zeitgenossen meist gleichbedeutend verwendet, auch wenn es unter Experten Diskussionen darüber gibt, welches nun der richtige Begriff sei. Darauf möchte ich hier zunächst nicht näher eingehen. Vielmehr geht es um die Frage, ob der lebendige Gott, von dem die Bibel berichtet, ein dreieiniger Gott ist, also drei Wesen in einer Substanz, wie die Trinitätslehre es sagt, oder nicht.

Um es gleich vorneweg zu sagen: Ich bin inzwischen überzeugt davon, dass die Trinitätslehre eine Irrlehre ist, meiner Meinung nach die weltweit am weitesten verbreitete Irrlehre. Im Gegensatz dazu glaube ich, dass der Vater im Himmel der allein wahre Gott ist, wie es der Herr Jesus Christus gesagt hat (Joh 17,3 ≡ ) und dass Jesus sein Christus ist, das heißt: sein Gesalbter (Lk 9,20 ≡ ), und dass Jesus der Sohn Gottes ist (Joh 10,36 ≡). Dieser alleinige Gott und Vater ist auch der Gott des Herrn Jesus (Off 3,12 ≡ ).

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Obwohl ich die Trinitätslehre als Irrlehre bezeichne, möchte ich aber nicht alle diejenigen Irrlehrer nennen, die sie vertreten, denn die meisten Christen glauben arglos daran, da sie von Anfang an in Predigten und Gesprächen nichts anderes hören. So war es auch bei mir und es hat eine lange Zeit gedauert, bis ich den Irrtum bemerkt habe. Ich will auch niemanden verurteilen, sondern helfen, die Wahrheit zu erkennen, denn das ist Gottes Wille (1.Tim 2,4-5 ≡ ). Dazu soll diese Webseite dienen. Gerne bin ich auch zu persönlichem Kontakt bereit, wie man mich erreichen kann, steht im Impressum.

Gott hat sich zu diesem Thema wiederholt sehr eindeutig und widerspruchsfrei geäußert, ebenso der Herr Jesus Christus und seine Apostel. Die gesamte Bibel bezeugt einen strengen Monotheismus (einen Ein-Gott-Glaube oder auch: der Glaube, dass Gott EINER ist). Im Alten Testament (dem ersten Bund) war das "Sh'ma Israel" allgemein bekannt und sehr wichtig, und es ist im neuen Testament von Jesus als das erste aller Gebote bezeichnet worden und lautet:

Höre Israel! Der Herr, unser Gott, ist ein einziger Herr! (5.Mo 6,4; Mk 12,29 u 32 ≡ )

Was veranlasst Christen weltweit aber nun dazu, sowohl Gott selbst als auch seinem Sohn Jesus Christus und dessen Aposteln nicht zu glauben? Gibt es jemanden, der Gott besser kennt als er sich selbst? Was hat der Herr Jesus gesagt, wer (und wie viele) der wahre Gott ist? Hat z.B. das, was Thomas zu Jesus sagte: "Mein Herr und mein Gott" (Joh 20,28) mehr Gewicht als die Worte Jesu, der sagte: Der Vater allein ist wahrer Gott? (Joh 17,3 ≡ ) Wie sind die Dogmen, die im 4. Jahrhundert nach Christus beschlossen wurden, zu bewerten z.B. im Licht vom ersten Korintherbrief, in dem der Apostel Paulus schreibt, dass es zwar viele gibt, die Gott genannt werden (sog. Götter), aber dass dennoch der Vater allein Gott ist? (1.Kor 8,5-6 ≡ )

Der Glaube, dass der lebendige Gott aus drei Personen besteht, ist unter Christen auf der ganzen Welt sehr weit verbreitet. Dabei wird der Begriff "Person" nicht genau definiert, vielleicht ist er sogar bewusst unklar gehalten. Wenn drei Personen der eine Gott sind, dann ist das eben ein Team von drei Personen. Deshalb, so glauben viele, sei hier mit "Person" nicht Person im Sinn von Person gemeint, sondern irgendwie etwas anderes. Hier wird bereits deutlich, dass die Vorstellungen und Aussagen sehr ungenau oder verschwommen sind.
Manche reden lieber von "Seinsweisen", andere von "Wesenheiten" oder "Hypostasen", wieder andere gebrauchen das Wort "Erscheinungsform" oder ähnliche Ausdrücke. Das alles sind Begriffe, die mit sehr unterschiedlichen Inhalten gefüllt werden und ein breites Auslegungsspektrum bieten, aber bezeichnenderweise nicht in der Bibel zu finden sind. Wenn aber die Theologie den Gott der Bibel nicht mit biblischen Begriffen beschreiben kann, so ist m.E. eine solche Theologie kategorisch abzulehnen (Mk 7,6-13 ≡).

Wenn man mit verschiedenen Menschen über die Trinitätslehre ins Gespräch kommt, dann merkt man sehr schnell, dass jeder so seine eigenen Vorstellungen hat, die sogar oft in sich selbst widersprüchlich sind. Die Lehre (das Dogma), wie sie im 4. bis 5. Jahrhundert n.Chr. formuliert wurde, ist den meisten nur bruchstückhaft bekannt.
Jedenfalls soll einer gleichzeitig irgendwie drei sein und umgekehrt. Und das alles sei eine göttliche Offenbarung und zugleich ein großes Geheimnis, welches uns angeblich an vielen Stellen in der Bibel begegnet, aber mit dem Verstand nicht erfasst werden könne. Aber, ist das wirklich so? Im Bereich Bibelstellen habe ich solche Bibelabschnitte separat aufgelistet, die gewöhnlich als Beleg für die Dreieinigkeit Gottes angeführt werden.
Einige Aussagen der Trinitätslehre bzw. über die angebliche Dreieinigkeit Gottes habe ich in Kurzform zusammengetragen und kommentiert, siehe "Die Trinitätslehre - was ist das überhaupt?".

Sehr viele der Gespräche drehen sich allerdings nur um die Frage, ob Jesus Christus Gott ist. Oft wird behauptet, dass er auch Gott ist, so wie sein Vater, oder aber auch, dass er der alleinige Gott ist, somit zugleich Sohn und Vater, nur eben auf eine geheimnisvolle Art und Weise. Und damit es drei sind, wird der Heilige Geist dann stillschweigend als dritter Gott hinzugenommen, meist ohne nennenswerten Versuch, dies mit der Bibel zu begründen. 

Ganz vereinzelt kann man auch hören, dass wir einen "Vater und Sohn-Gott" haben, also zwei, und dabei doch angeblich nur einer. Diese Sichtweise nennt man Binitarismus und gründet sich auf ein paar wenige Bibelstellen, die in diese Richtung ausgelegt werden können. Solche Bibelstellen habe ich hier aufgelistet, soweit ich sie gefunden habe - wie gesagt, Vertreter dieser Sichtweise sind selten zu finden, sollen aber der Vollständigkeit wegen nicht unerwähnt bleiben.

Es gibt auch Menschen, die sagen, dass Gott nur einer sei, und das sei allein der Vater des Herrn Jesus Christus. Jesus selbst sagte das übrigens auch so, aufgeschrieben in Johannes 17,3:

Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

Nach Jesu Worten hängt sogar das ewige Leben davon ab, dass man dies erkennt.

Dieser eine und einzige Gott ist nach Jesu eigenen Worten auch sein Gott, der Gott des Herrn Jesus Christus (Off 3,12 ≡ ). Auch zu diesem Punkt gibt es hier eine Sammlung vieler Bibelstellen.

Es stellt sich natürlich nun die Frage, was richtig ist, denn die eine Behauptung schließt die jeweils anderen aus. Es stellt sich auch die Frage, wer sich in dieser Sache besser auskennt: Gott, Jesus und die Apostel, oder auf der anderen Seite die nach-biblischen Theologen, bis in die heutige Zeit?
Im Grunde sollte das für uns keine Frage sein.

Als Grundlage der Erkenntnis und Beurteilung von richtig und falsch soll allein die Bibel dienen, denn darin sind Gottes Offenbarungen aufgeschrieben worden. Es geht also nicht um eine Mehrheitsmeinung, auch nicht um persönliche Vorlieben oder Traditionen. Beim Betrachten der Bibelstellen zu diesem Thema soll auch mit berücksichtigt werden, wer gesprochen hat: Gott? Jesus? Gläubige oder ungläubige Menschen? usw. Als Übersetzung habe ich hauptsächlich die "revidierte Elberfelder" verwendet, hin und wieder auch die "Schlachter" und andere.


Ich veröffentliche hier seit Mai 2012 einige Artikel und Sammlungen von Bibelstellen zu den einzelnen Bereichen der Trinitätslehre, die jeder Besucher gerne nutzen kann. Viel wichtiger als das hier Geschriebene ist allerdings das Lesen der Bibel selbst und die Bitte an Gott um Verständnis und Erkenntnis. Gott lässt sich finden, und zwar von denen, die IHN von ganzem Herzen suchen werden.

Aus eigener Erfahrung empfehle ich, sich beim Lesen der Bibel Notizen zu machen, möglichst das Gespräch mit anderen Gläubigen zu suchen, sich Zeit zu lassen und dennoch nicht nachlässig zu sein, zu prüfen, zu vergleichen, nachzudenken und zu beten. In Psalm 1,1-2 steht geschrieben:

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und davon redet / darüber nachsinnt Tag und Nacht.

Doch Vorsicht: Wer anfängt, die Trinitätslehre zu hinterfragen, erntet sehr schnell das Misstrauen seiner bis dahin besten Freunde und Glaubensgeschwister. Und wer sich schließlich von dieser Lehre abwendet, wird ausgeschlossen oder man zieht sich von ihm zurück. Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten und inzwischen habe ich viele kennen gelernt, denen es ebenso erging: statt dem Handschlag der Gemeinschaft bekommt man recht bald deren Fußtritt ...


Ich wünsche allen Besuchern ein fruchtbares Stöbern in den Artikeln und bete dafür, dass das Augenmerk nicht auf mich und diese Inhalte, sondern auf die Bibel und dadurch auf den lebendigen Gott und seinen Sohn, den Herrn Jesus Christus, gerichtet wird.

Was ich hier geschrieben habe, kann und soll das eigene Bibelstudium nicht ersetzen, sondern nur unterstützen. Für ehrliche Fragen stehe ich gerne zur Verfügung und möchte weiterhelfen so gut ich kann. Verschiedene Kontaktmöglichkeiten finden Sie im Impressum.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse

Stephan Gerber

 

   

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